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Aktuelles

10.10.2018

Güterrecht nach türkischem Recht

Güterrecht nach türkischem Recht 

Bis zum 01.01.2002 war die Gütertrennung in der Türkei der gesetzliche Güterstand. Mit dem neuen Zivilgesetzbuch wurde die Gütertrennung durch die Errungenschaftsbeteiligung als gesetzlicher Güterstand ersetzt. Die Errungenschaftsbeteiligung ist an das schweizerische Recht angelehnt und ähnelt der Zugewinnausgleich nach deutschem Recht.

Nach der Errungenschaftsbeteiligung bleibt das Vermögen der Eheleute getrennt und jeder Ehegatte ist Alleineigentümer über sein eigenes Vermögen. Nach Beendigung der Ehe findet ein Ausgleich über das während der Ehe erworbenen Vermögens statt.

Zusätzlich kann man nach dem türkischen Recht auch die gesetzlich geregelten Formen der Güterstände wie die Gütertrennung, Gütergemeinschaft und eine Form der beschränkten Gütertrennung durch Ehevertrag vereinbaren, welche notariell beurkundet werden muss.

Solange die Ehegatten bei der Eheschließung sich nicht für einen bestimmten Güterstand entscheiden, beurteilt sich der Güterstand nach dem gesetzlichen Güterstand, d.h. die Errungenschaftsbeteiligung nach türkischem Recht oder die Zugewinngemeinschaft nach deutschem Recht. Bei mangelnder Rechtswahl richtet sich der gesetzliche Güterstand nach dem gemeinsamen Heimatrecht der Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschließung.

Bei türkischer Staatsangehörigkeit beider Ehegatten wird türkisches Güterrecht angewendet. Solange keine andere Vereinbarung vorliegt, findet die Errungenschaftsbeteiligung als gesetzlicher Güterstand Anwendung. Der Wechsel der Staatsangehörigkeit während der Ehe ist hierbei unerheblich.

Falls beide Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschließung nicht die gleiche Staatsangehörigkeit besitzen, wird das Recht des gemeinsamen Aufenthaltsortes angewendet. Bei gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland wird deutsches Recht und bei gewöhnlichem Aufenthalt in der Türkei das türkische Recht angewendet.

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